Suchtversorgung in der Steiermark

Die suchtspezifische Versorgung umfasst ambulante, stationäre und niederschwellige, schadensminimierende, sozialintegrative Angebote sowie die Opioid-Substitutionstherapie.

Erstberatung und ambulante Suchthilfe

Als „ambulante Einrichtungen“ werden medizinische Leistungen bezeichnet, bei denen die PatientInnen die Behandlungseinrichtung nur vorübergehend in Anspruch nehmen und diese spätestens zur Nacht wieder verlassen.

In der Steiermark werden an rund 30 Standorten Beratung, Betreuung und Behandlung im Rahmen der ambulanten Suchthilfe angeboten. Dieses weit gestreute Netz bietet Unterstützung bei suchtspezifischen Fragen und Problemlagen für Betroffene und Angehörige.

Das Angebot reicht hier von psychosozialer Beratung und Betreuung bis hin zu einer ambulanten bzw. teilstationären medizinischen Betreuung bei Suchtproblemen von legalen, illegalen und substanzungebundenen Süchten und sind anonym und kostenfrei.

Stationäre Suchthilfe

Bei einer „stationäreren Behandlung“ bleiben die betroffenen Personen über einen längeren Zeitraum und durchgehend in der jeweiligen Einrichtung. Die grundlegenden Ziele der stationären medizinischen Behandlung reichen von Überlebenssicherung, Schadensminimierung, Gewährleistung eines möglichst gesunden Lebens bis hin zum Erreichen einer zufriedenstellenden Abstinenz (Entzugs- und Entwöhnungsprogramme).

Die medizinische Versorgung suchtkranker Personen erfolgt im Rahmen (ambulanter und) stationärer Einrichtungen. Abhängigkeitserkrankungen werden teilweise in spezialisierten Suchtkliniken behandelt, teilweise auf psychiatrischen Abteilungen in Spitälern stationär wie auch in suchtmedizinischen Terminambulanzen. In allen Settings variieren Angebote in dem Sinne, dass entweder ausschließlich eine bestimmte Art von Suchterkrankung behandelt wird (z.B. nur Alkoholabhängigkeit) oder substanz- bzw. suchtübergreifende Behandlung angeboten wird. Insbesondere Folgeerkrankungen von Substanzmissbrauch – wie etwa Krebserkrankungen infolge Tabakkonsums – werden wiederum primär nicht in suchtspezifischen Einrichtungen, sondern in Einrichtungen der Akutversorgung behandelt.

Niederschwellige Angebote

Unter „niederschwelligen Angeboten“ versteht man Dienste oder Betreuungsangebote, die von den NutzerInnen mit nur geringem Aufwand in Anspruch genommen werden können. Im Bereich der Suchthilfe bieten niederschwellige Angebote eine unbürokratische Betreuung und im Bereich der Schadensminimierung auch eine medizinische Behandlung.

Die Angebotspalette niederschwelliger Behandlungsangebote in der Steiermark lässt sich kategorisieren in Streetwork, Schadensminimierung (z.B. Spritzentausch), sozialintegrative Maßnahmen (Integration bzw. Reintegration in den Arbeitsmarkt durch Beschäftigungsprojekte) und ergänzende medizinische Angebote.

Substitutionstherapie

Ein wesentliches niederschwelliges Angebot in der Suchthilfe stellt die Opioid-Substitutionstherapie dar. Das Ziel der Substitutionsbehandlung ist, das Risikoverhalten von Abhängigen zu vermindern, ihr Leben gesundheitlich und sozial zu stabilisieren und zu verbessern. Mehr Infos zu diesem Thema finden Sie unter www.substituieren.at.

Suchthilfeeinrichtungen

Wo finde ich für mich oder eine/n Angehörige/n entsprechende Hilfe, Beratung oder Betreuung? Hier finden Sie einen Überblick über die Suchthilfeeinrichtungen in der Steiermark:

Suchthilfeeinrichtungen