Rahmenbedingungen für ein gesundes Leben schaffen

Was wir essen und trinken, wie viel Alkohol wir konsumieren oder ob wir häufig Stress ausgesetzt sind hat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Die Menschen sollen daher dazu motiviert werden, ihren Lebensstil positiv zu verändern. Entsprechende Gesetze oder Vorschriften bieten zusätzlich die Möglichkeit, die Gesundheit der Menschen positiv zu fördern.

Beispiele dafür sind gesetzliche Rauchverbote in der Gastronomie oder Vorgaben dafür, welche Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln enthalten sein dürfen oder nicht. Auch das Jugendschutzgesetz kann Möglichkeiten für die Verbesserung der Gesundheit bieten, etwa durch die Regelungen zum Alkohol- und Tabakkonsum von Jugendlichen.

Mit Ernährung und Bewegung die Gesundheit der SteirerInnen verbessern

Der Ernährung kommt sowohl bei der Entstehung von Erkrankungen als auch für die Erhaltung der Gesundheit eine zentrale Rolle zu. Zum Beispiel ist bei Übergewicht, Diabetes mellitus Typ II, Zahnkaries oder bestimmten Krebsarten ein enger Zusammenhang mit der Ernährungsweise nachgewiesen. Auch Bewegungsmangel gilt als zentraler Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen, Muskel-Skelett-Erkrankungen oder Übergewicht.

Die Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils durch entsprechende Ernährung und ausreichend Bewegung dient nicht nur der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens, sondern hilft darüber hinaus auch volkswirtschaftliche Kosten zu sparen.

Gesunde Ernährung
Bewegung

Gesundheitsfolgen aufgrund von Tabakkonsum verringern

Tabakkonsum stellt weltweit das größte einzelne Risiko für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen dar. Rauchen kann nicht nur bei RaucherInnen selbst Krebserkrankungen und eine Vielzahl von anderen chronischen Erkrankungen auslösen, sondern birgt auch für NichtraucherInnen gleichermaßen ein großes Gesundheitsrisiko. Tabakkonsum ist jedoch ein vermeidbarer Risikofaktor und ein Rauchstopp führt schnell zu gesundheitlichen Verbesserungen bei bestehenden Erkrankungen bzw. trägt dazu bei, dass diese erst gar nicht auftreten.

Bewusstsein im Umgang mit Alkohol in der Steiermark fördern

Chronischer Alkoholkonsum wirkt sich negativ auf die physische, psychische und soziale Gesundheit von betroffenen Menschen, deren Familien und Umgebung aus. Starker Alkoholkonsum bzw. Alkoholismus kann die Lebenszeit um zehn bis 28 Jahre verkürzen. Auch das Risiko für (Verkehrs-)Unfälle, Gewalt, Selbstmord oder kriminelle (Gewalt-)Handlungen ist durch Alkoholkonsum erhöht.

Gute seelische Gesundheit und hohe Lebensqualität der SteirerInnen ermöglichen

Psychische Gesundheit meint einen Zustand von Wohlbefinden, in dem der Mensch mit den normalen Belastungen des Lebens fertig werden, produktiv arbeiten und zum Leben innerhalb einer Gemeinschaft beitragen kann. Psychische Belastungen hingegen sind eine Bedrohung der Gesundheit der Bevölkerung sowie ihrer Lebensqualität. Auch Sucht und Abhängigkeit zählen zu den psychiatrischen Erkrankungen. Die seelische Gesundheit der SteirerInnen hat sich in den letzten Jahren verschlechtert, daher gilt es besonders in diesem Bereich Gegenmaßnahmen zu setzen.

Den Schutz vor Infektionen sichern

Gesamt betrachtet zeigen jene Infektionskrankheiten, die durch Impfung verhinderbar sind, keinen besonders großen zusätzlichen Handlungsbedarf. Allerdings besteht die Notwendigkeit, für bestimmte Zielgruppen (z.B. Ältere, MigrantInnen) und im Hinblick auf einzelne Erkrankungen (z.B. Keuchhusten) weitere Maßnahmen zu setzen.

Gesundes und selbstbestimmtes Leben mit Familie, Partnerschaft und Sexualität fördern – Beziehungen und Sexualität

Nach wie vor sind vor allem Frauen nicht nur persönlich von reproduktiver und sexueller Gesundheit besonders betroffen, sondern sie sind als MultiplikatorInnen in ihren Familien und Netzwerken überproportional für diesen Bereich der Gesundheit verantwortlich. Die Steiermark liegt bei Teenagergeburten und Schwangerschaftsabbrüchen zwar im österreichischen Durchschnitt, aber bei den Kaiserschnitten weist die Steiermark bundesweit die 2.höchsten Raten auf. Auch beim Thema Gewalt in der Familie ist Handlungsbedarf gegeben.

Reduktion von Unfallrisiken und Folgeschäden

Tod durch Unfall gehört in Österreich zu den fünf größten Gruppen der Todesursachen, fast drei Viertel aller Unfälle passieren im Heim-, Freizeit und Sportbereich. Aber auch Arbeitsunfälle verursachen hohe volkswirtschaftliche Kosten und die steirische Bevölkerung verliert viele behinderungsfreie Lebensjahre aufgrund von Verletzungen. Hier gilt es also Sicherheitsstandards und Präventionsmaßnahmen auszubauen.

Voraussetzungen zur Stärkung der Zahngesundheit schaffen

Schlechte Zahngesundheit verursacht nicht nur Schmerzen und Beschwerden, sondern auch soziale Einschränkungen und wirkt sich negativ auf die Lebensqualität der Menschen aus. Schlechte Zahngesundheit hat soziale, psychologische und physiologische Folgen – besonders konzentrieren sich Probleme mit der Zahngesundheit auf sozial benachteiligte Gruppen.