Gesunde Lebensverhältnisse schaffen

Arbeit(slosigkeit), Bildung und das Leben im Wohnumfeld und in der Familie haben einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit von Kindern, Frauen und Männern. Die gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeitsplätzen, Gemeinden, Schulen und Kindergärten ist daher ein wichtiges Ziel. Gemeint sind nicht nur bauliche Maßnahmen mit Auswirkungen auf das Raumklima oder Verkehrsmaßnahmen, die das Radfahren und Zu-Fuß-Gehen fördern.

Auch Maßnahmen die zu einer Verbesserung des Klassenklimas beitragen oder die Möglichkeit für ein gesundes Mittagessen am Arbeitsplatz oder in der Kinderbetreuung und vieles mehr können helfen, die Gesundheit der Menschen zu verbessern.

Gesundheitsbedingungen im Arbeitsleben verbessern

Arbeit ist ein wichtiges Kriterium, das den Wert und Platz eines Menschen in der Gesellschaft bestimmt. Belastungen, die in diesem Lebensbereich passieren, haben daher auch einen großen Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden der Personen. Sowohl Arbeit (Gestaltung der Arbeit, Arbeitsbedingungen etc.) als auch Arbeitslosigkeit auf der anderen Seite beeinflussen die psychische und physische Gesundheit der Menschen.

Umgekehrt fördert Gesundheit auch Arbeit, denn Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen hängen von der Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten ab. Eine gesunde Arbeitswelt hat daher Es ist daher Ziel, gesunde MitarbeiterInnen in gesunden Organisationen zu haben.

Gesundes Leben in der Gemeinde und zu Hause gestalten

Gemeinde als unmittelbarer Lebensbereich der Bevölkerung, also als kleine lokale Einheit, meint hier auch städtische Bezirke oder Nachbarschaften, und nicht ausschließlich administrative lokale Einheiten. Gemeinden können eine soziale Stützfunktion einnehmen. Das gilt vor allem für BürgerInnen, die aufgrund fehlender Unterstützung durch familiäre, schulische oder betriebliche Netzwerke besonders auf soziale und solidarische Anteilnahme angewiesen sind (z.B. alleinstehende ältere Menschen, MigrantInnen oder Langzeitarbeitslose). Gemeinden sollen als gemeinschaftliche und solidarische Orte der sozialen Integration und Heimat wahrgenommen werden können.

Eine weitere wichtige Funktion zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit der BewohnerInnen stellt aber auch die gesundheitsförderliche Gestaltung dieser Lebenswelten dar, indem beispielsweise bereits in der Raumplanung auf gesundheitsförderliche Faktoren Bedacht genommen wird und entsprechende Verkehrskonzepte oder Umweltschutzmaßnahmen berücksichtigt werden.

Gesundes Lernen ermöglichen

Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen und Hochschulen sind ein wichtiges Setting, um vor allem junge Menschen zu erreichen. Auch hier gilt, dass sich der Besuch einer Kinderbetreuungseinrichtung oder (Hoch-)Schule positiv auf die Gesundheit des Einzelnen auswirken oder auch zu gesundheitlichen Belastungen führen kann (z. B. durch Stress). Kindern und Jugendlichen soll daher ein unterstützendes soziales und sicheres (Lern-)Umfeld geboten werden. Hierbei spielen die Unterstützung durch LehrerInnen bzw. KindergartenpädagogInnen und Klassenklima eine große Rolle.

Zusätzlich sollen auch die Rahmenbedingungen gesundheitsförderlich gestaltet sein und beispielweise die Möglichkeit für eine gesunde Ernährung sowie für ausreichend Bewegung geben.