Gesund versorgt

Gesundheitsziele Steiermark

Die steirische Gesundheitspolitik will alle Steirerinnen und Steirer dabei unterstützen, gesund zu bleiben. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Lebenserwartung steigt und zugleich immer weniger junge Menschen leben. Ziel der Gesundheitspolitik ist eine bessere Gesundheit und möglichst hohe Lebensqualität in allen Lebensphasen.

Seit 2007 bilden die Gesundheitsziele Steiermark eine Grundlage für die Gesundheitsversorgung und die Gesundheitsförderung in der Steiermark. Um all diese Herausforderungen zu meistern, braucht es Unterstützung, denn das Gesundheitsressort ist nicht in der Lage, all diese Probleme alleine zu lösen, weil Gesundheit von den verschiedensten Faktoren beeinflusst wird: Bildung, Arbeit, Umwelt, um nur drei zu nennen.

Die Steirischen Gesundheitsziele wurden im Auftrag der Gesundheitsplattform Steiermark erarbeitet: Von einem wissenschaftlichen Fachbeirat begleitet, hat die Fachhochschule Joanneum – Studiengang Gesundheitsmanagement im Tourismus die Gesundheitsziele für die Steiermark vorgeschlagen. Sie orientieren sich an den Strategien der WHO und anderer internationaler Organisationen und beruhen auf den Grundsätzen der Ottawa Charta.

Grundsätze

Die steirischen Gesundheitsziele orientieren sich an den Stärken und Ressourcen der Menschen, damit sie die Verantwortung für die eigene Gesundheit wahrnehmen können. Folgende Grundsätze sollen bei allen Maßnahmen berücksichtigt werden:

Gesundes Leben mitgestalten

Eine gesunde Gesellschaft ermöglicht den BürgerInnen, sich am sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben ihres Gemeinwesens zu beteiligen. Demokratie-, arbeits-, bildungs- und medienpolitische Rahmenbedingungen sollen die Möglichkeit für eine hohe Beteiligung schaffen. Zielgruppen wie Ältere, MigrantInnen oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind besonders zu berücksichtigen.

Gleiche Chancen für Gesundheit ermöglichen

Gesundheit und Einkommen hängen zusammen – oder anders ausgedrückt: Armut macht krank. Sozioökonomisch bevorzugte Schichten sind meist gesünder als sozial schlechter gestellte Bevölkerungsgruppen. Chancengerechtigkeit, also die Beseitigung von sozialen und regionalen Ungleichheiten, ist eine zentrale Herausforderung, um den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu verbessern.

Gesundheit in alle Bereiche der Gesellschaft bringen

Viele Entscheidungen, die Einfluss auf die Gesundheit der Menschen nehmen, werden nicht vom Gesundheitsressort, sondern von anderen Politik- und Gesellschaftsbereichen getroffen. Vor allem Bildung, Arbeit und Umwelt nehmen Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung. Es ist daher notwendig, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass Gesundheit von verschiedenen Bereichen mit beeinflusst wird. Die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Politikbereichen wird immer wichtiger.

Gender Mainstreaming

In Österreich gibt es Unterschiede in der Gesundheit zwischen Männern und Frauen: Die Geschlechter haben unterschiedliche Krankheitsmuster. Daher muss der Faktor „Gender“ bei allen Maßnahmen selbstverständlich berücksichtigt werden.

Gesundheitsziele

Gesunde Lebensverhältnisse
Rahmenbedingungen für ein gesundes Leben schaffen
Gesundheitssytem gesundheitsfördernd gestalten

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