Die steirische Ernährungspyramide

Die steirische Ernährungspyramide wurde 2010 von der Landwirtschaftskammer Steiermark initiiert und 2016 gemeinsam mit dem Gesundheitsfonds Steiermark, Fach- und Koordinationsstelle Ernährung, aktualisiert.

Die steirische Ernährungspyramide zeigt anschaulich wie das gesunde Mengenverhältnis einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung ausschauen soll. Sie ist die regionalisierte Form der offiziellen österreichischen Ernährungspyramide und verbindet den gesunden Genuss mit dem klimafreundlichen Genuss. So soll sich auf einem steirischen Teller natürlich auch Polenta, Käferbohnen und Bauernbrot wiederfinden. Und Obst und Gemüse isst man natürlich am besten wenn es Saison hat, darauf machen die zur steirischen Ernährungspyramide gehörigen Materialien aufmerksam.

Die Pyramide bietet einen Überblick über optimale Mengenverhältnisse, lässt aber genügend Freiraum zur individuellen Gestaltung des Speiseplans. Verdeutlicht wird auch, dass abhängig von der Menge und Häufigkeit grundsätzlich jedes Lebensmittel/jede Speise ein Bestandteil einer gesunden Ernährung sein kann. Je weiter an der Basis ein Lebensmittel oder eine Lebensmittelgruppe steht, desto größer sollte sein*ihr Anteil an der täglichen Ernährung sein bzw. desto häufiger sollte das Lebensmittel/die Lebensmittelgruppe Bestandteil von Rezepten sein.

Ernährungsempfehlungen für ein gesundheitsförderliches Leben

Das sollte täglich den Speiseplan bereichern:

  • Getränke: 6 Portionen alkoholfreie und energiearme Getränke

  • Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst: 5 Portionen, davon 3 Portionen Gemüse und/oder Hülsenfrüchte sowie 2 Portionen Obst aus saisonalem und regionalem Angebot

  • Getreide und Erdäpfel: 4 Portionen Getreide, Brot, Nudeln, Reis oder Erdäpfel – Für sportliche Personen oder Kinder 5 Portionen. Bevorzugt Vollkorn!

  • Milch und Milchprodukte: 3 Portionen, davon 2 Portionen „weiß“ (Milch, Joghurt, …) und 1 Portion „gelb“ (Käse)

  • Pflanzliche Öle, Nüsse und Samen: 1-2 Esslöffel pflanzliche Öle, Nüsse oder Samen. Für Kinder von 1-10 Jahren insgesamt 5 Teelöffel

Nicht täglich, aber mehrmals wöchentlich können folgende Elemente auf dem Tisch stehen:

  • Fisch: 1-2 Portionen/Woche

  • Fleisch und Wurst: max. 3 Portionen/Woche. Bevorzugt mager

  • Eier: 1-2 Stück/Woche für Kinder, max. 3 Eier für Erwachsene

Damit sollte sparsam umgegangen werden:

  • Streich-, Brat-, Backfette und fettreiche Milchprodukte (Schlagobers, Sauerrahm, …)

Selten (aber wenn doch, dann mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen) dürfen folgende Lebensmittel genossen werden:

  • Fettes, Süßes und Salziges: max. 1 Portion/Tag

Als Maß für eine Portion dient die (Kinder)Hand. Großstückiges Obst (ein Apfel, eine Orange, …) passt in eine Hand, kleingeschnittenes oder kleinstückiges Gemüse und Obst (Erdbeeren, …) passen in zwei Hände. Genauere Informationen zu den Portionsgrößen finden Sie bei Bedarf direkt auf dem steirischen Ernährungswürfel.

Broschürenservice der Landwirtschaftskammer Steiermark

Über den Broschürenservice der Landwirtschaftskammer Steiermark können folgende Materialien zur steirischen Ernährungspyramide bestellt werden wie zum Beispiel:

  • Ernährungswürfel (22×22)
  • Plakat – Die steirische Ernährungspyramide
  • Aufkleber – Die steirische Ernährungspyramide
  • Infofolder – Die steirische Ernährungspyramide

Kontakt für die Bestellung der Materialien:
Landwirtschaftskammer Steiermark, Abteilung Ernährung und Erwerbskombination
Telefon: 0316/8050-1292,  E-Mail: [email protected]
Broschürenservice: https://www.gscheitessen.at/bestellservice

Regionale und saisonale (Bio-)Produkte 

Spargel bereits im Jänner und Eisbergsalat das ganze Jahr über? Für unsere Supermärkte stellt das keine Herausforderung dar. Aber ist dieses Angebot wirklich sinnvoll? – Ein volles Aroma und ein hoher Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen sind nur dann in Obst und Gemüse enthalten, wenn diese ausreichend Zeit hatten zu reifen. Auch die Umweltbelastung ist geringer, wenn die Transportwege kürzer ausfallen und Glashäuser oder Folientunnel nicht für den Anbau mit fossilen Brennstoffen beheizt werden müssen.

Das spricht dafür, bewusst saisonal UND regional einzukaufen. Planen Sie Ihren Einkauf am besten immer anhand des steirischen Saisonkalenders und greifen Sie auch vermehrt auf regionale und saisonale Bioprodukte zurück!

Die biologische Landwirtschaft verzichtet auf leichtlösliche Mineraldünger sowie auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel. Außerdem bekommen die Tiere mehr Auslauf und Gentechnik ist generell verboten, genauso wie vorbeugende Antibiotikagaben. Weiters dürfen Zusatzstoffe bei der Verarbeitung nur sehr eingeschränkt verwendet werden. So sind etwa künstliche Farbstoffe, Süßstoffe, Stabilisatoren und Geschmacksverstärker vollständig verboten.

Aber wie erkenne ich regionale bzw. österreichische (Bio-)Produkte? Im Folder zur steirischen Ernährungspyramide sind die wichtigsten Gütesiegel und ihre Aussagen über die Herkunft der Produkte gelistet.

Wann welches Produkt in der Steiermark Saison hat finden Sie beispielsweise im steirischen Saisonkalender.

  • Gutes vom Bauernhof: Die Suchmaschine ermöglicht Ihnen in wenigen Schritten steirische Direktvermarkter in Ihrer Nähe zu finden. Sie können nach Bundesland, Bezirk, Produkt und Bio suchen.
  • Bio Austria: Auf der Website der Bio Austria finden Sie eine Suchmaschine, die Ihnen Einkaufsquellen biologisch produzierter Lebensmittel in Österreich aufzeigt. Sie können nach Bundesland und Produktgruppen suchen!
  • AMA Genuss Regionen: Gegliedert nach Regionen sind Bezugsquellen im Handel sowie Produzenten regionaler Spezialitäten angeführt.