Steirische Digitalisierungsoffensive im Gesundheitsbereich

Der digitale Wandel durchdringt immer mehr Lebensbereiche. Gerade im Gesundheitsbereich sind digitale Anwendungen an der Tagesordnung. Mit dem Einsatz der elektronischen Gesundheitsakte ELGA oder der Anwendung eMedikation haben sowohl behandelnde Ärztinnen und Ärzte als auch Patientinnen und Patienten einen besseren Überblick und mehr Informationen rund um die eigene Gesundheit. 

Die Steiermark ist in Sachen eHealth bzw. digitale Gesundheit österreichweit Vorreiter. Bereits seit Dezember 2015 ist die elektronische Gesundheitsakte in steirischen Spitälern umgesetzt und seit Mai 2018 können alle berechtigten Ärztinnen und Ärzte die Medikationsdaten ihrer Patientinnen und Patienten einsehen bzw. digital verordnen. Auch für Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie beispielsweise Herzerkrankungen oder Diabetes gibt es Projekte, die betroffene Patientinnen und Patienten mit abgestimmten Programmen unterstützen und damit besser und qualitätsvoller versorgen. „Die Digitalisierung im Gesundheitsbereich ist eine Herausforderung. Wir in der Steiermark sehen sie aber als eine große Chance, Positives im Interesse der Patientinnen und Patienten zu bewirken. So sollen beispielsweise telemedizinische Lösungen und ein Komfort für die betroffenen Patientinnen und Patienten sein. Die Steiermark hat dabei eine Vorreiterrolle übernommen und diese wollen wir mit dieser einmaligen Digitalisierungsoffensive weiter fördern", so Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß über die Ziele dieser Förderaktion.

Einladung zur Entwicklung innovativer digital healthcare-Projekte

Im Rahmen eines Calls zur „Förderung von digital healthcare-Projekten" sind innovative Organisationen eingeladen, Konzepte zu entwickeln und Projekte zu pilotieren, die nach erfolgreichem Abschluss steiermarkweit bzw. in weiterer Folge auch österreichweit ausgerollt werden können. Wichtig dabei ist, dass diese Entwicklungen und Vorhaben auf die ELGA-Infrastruktur aufbauen bzw. in der technischen Umsetzung internationale Standards erfüllen. Diese Programme und Anwendungen sollen einerseits das individuelle Gesundheitsmanagement und die Gesundheitskompetenz der Bürgerinnen und Bürger fördern als auch andererseits die Anbieter von Gesundheitsleistungen (Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal, …) bei der Versorgung unterstützen. Der Einsatz dieser Technologien soll auch die Information und Kommunikation sowie die Abläufe und Prozesse verbessern. Für die Entwicklung solcher Konzepte bzw. Projekte wird bei diesem Förderungscall insgesamt eine Million Euro ausgeschüttet.

Die konkreten Unterlagen inklusive Förderungsrichtlinie und aller Beilagen finden ab sofort Sie unter http://www.gesundheitsfonds-steiermark.at/Seiten/Digital-Healthcare.aspx

Interessierte können ihre Konzepte/Projekte udgl. bis längstens Mittwoch, 15. April 2020, 12 Uhr, beim Gesundheitsfonds Steiermark einreichen. Die eingereichten Anträge werden von einer Experten-Jury – dem eHealth Beirat des Gesundheitsfonds Steiermark (bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Land Steiermark, Gesundheitsfonds Steiermark, Sozialversicherung, fondsfinanzierter Krankenhausträger, Ärztekammer, Apothekerkammer, ÖGKV, PatientInnen- und Pflegeombudsschaft, FH Joanneum, Human Technologie Styria) – inhaltlich begutachtet und anhand der Förderungskriterien bewertet.
   
Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß nützt ELGA für ihr Gesundheitsmanagement
©Foto Fischer