Integrierte Versorgung von SchlaganfallpatientInnen in der Steiermark

Als Schlaganfall (auch Zerebraler Insult oder Gehirnschlag) wird eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung des Gehirns bezeichnet. Es handelt sich in der Mehrheit der Fälle um eine akute Mangeldurchblutung eines bestimmten Gehirnareals, seltener um eine Gehirnblutung.
Schlaganfälle stehen in der Todesursachen-Statistik nach der koronaren Herzkrankheit und bösartigen Tumoren an dritter Stelle und gehören zu den häufigsten Ursachen von Invalidität im höheren Lebensalter. Jedes Jahr erleiden in der Steiermark rund 6.500 Menschen einen Schlaganfall. Das Risiko steigt mit zunehmendem Lebensalter deutlich an, etwa 50% aller Schlaganfälle ereignen sich in der Altersgruppe der über 75-Jährigen. Aber auch junge Menschen können einen Schlaganfall erleiden.

​Das seit März 2007 laufende Reformpoolprojekt „Integrierte Versorgung von SchlaganfallpatientInnen in der Steiermark" hat als Ziel, eine bestmögliche Versorgung betroffener PatientInnen in der Steiermark zu gewährleisten. Dazu ist es notwendig, beginnend beim Auftreten eines Schlaganfalls den gesamten Versorgungsprozess zu analysieren und Verbesserungsmaßnahmen umzusetzen.

Daraus leiten sich sechs Forderungen ab:

  • Erkennen des Schlaganfalls in der Bevölkerung und durch erstversorgende  Personen;
  • Schlaganfall=Notfall" - bei Verdacht rascher Transport in eine Stroke Unit;
  • Ehest mögliche qualifizierte Erst-Diagnose und entsprechende Akutbehandlung;
  • Unmittelbar anschließende Früh-Rehabilitation für PatientInnen, die von dieser profitieren;
  • Möglichst lückenlose bedarfsgerechte Rehabilitation;
  • Adäquate Nachsorge durch AllgemeinmedizinerInnen und ggf. mobile Dienste sicherstellen

  •  

    Das Projekt ist in fünf Phasen gegliedert. Die definierten Aufgaben wurden in den Arbeitsgruppen „Notfallmanagement", „Diagnostik & Behandlung", „Rehabilitation", „Nachsorge" und „Daten" bearbeitet. In den einzelnen Arbeitsgruppen wurde eine bestmögliche Vorgehensweise nach Auftreten eines Schlaganfalls mit allen Beteiligten abgestimmt. Dazu wurden zahlreiche Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt. (Schlaganfallchecklisten, PatientInneninformationsfolder, Plakate,...)

    www.zeitisthirn.at

    Auskünfte:
    Dr. Johannes Koinig, +43 (0)316 877-5547,

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    Allgemeine Information zum Projekt IVSt-Schlaganfall (IVSt-SA)

    Schlaganfall ist die häufigste Ursache für bleibende Behinderung im Erwachsenenalter und eine der kostenintensivsten Erkrankungen.
    In der Steiermark erleiden ca. 6.500 PatientInnen jährlich einen Schlaganfall. Durch eine optimierte Versorgung könnten das Leid der Betroffenen, die Belastung der Angehörigen und die volkswirtschaftlichen Kosten entscheidend verringert werden.
     
    Ziel dieses Projektes:
    „Nachhaltig die bestmögliche Schlaganfallversorgung für alle SteirerInnen sicherstellen"

    Dazu bedarf es folgender Schwerpunkte:
    • Wirksames Notfallmanagement und akute Intervention
    • Optimale Versorgung: Abstimmung von Diagnose, Behandlung und Frührehabilitation
    • Bedarfsgerechte Reha: richtige(r) Form und Zeitpunkt
    • Verbesserte Nachsorge und Sekundärprävention
    • Laufende Zusammenarbeit der Versorgungspartner
     
    Zielerreichung durch Integrierter Versorgung:

    Integrierte Versorgung...
    • schafft einen durchgängigen
      Versorgungsprozess
    • stimmt das Zusammenwirken
      verschiedener AnbieterInnen ab
    • verbessert das Outcome
    • Versorgung nach Best Practice Standards
    • beginnt einen neuen Regelbetrieb
     
    Für den Pilotbetrieb des Projektes „Integrierte Versorgung Schlaganfall" wurden neben vier Stroke Units, vier Interne Abteilungen, die Rettungsorganisationen und Neuro-Reha-Einrichtungen ausgewählt.
    Die Einbindung von niedergelassenen ÄrztInnen, PatientInnen sowie Angehörigen erfolgt in den Bezirken Bruck, Leoben und Mürzzuschlag (Versorgungsregion 63).
    All diese VersorgungspartnerInnen erproben ab 1. Juli 2008 Maßnahmen zur Optimierung der Schlaganfallversorgung in der Steiermark.
     
    Projektstruktur
    Auftraggeber Gesundheitsplattform Steiermark
    (In alphabetischer Reihenfolge Organisation/Einrichtung)
    Hofrat DI Harald Gaugg (Geschäftsführung Gesundheitsplattform Steiermark)
    Dr. Siegfried Marchel (Geschäftsführung Gesundheitsplattform Steiermark)
    Dr. med. Johannes Koinig (Projektbegleitung Auftraggeber)
    ​Projektleiter
    Interner PL Univ.-Prof. Dr. Franz Fazekas
    Stv.PL Mag. Gerhard Hofer/Dr. Astrid Knopp
    Externer PL Mag. Michel Haas
    Stv.PL Dr. Hans Glatz
    Arbeitsgruppenleiter
    Notfallmanagement Prim. Dr. Klaus Pessenbacher
    Diagnostik & Behandlung a.o. Univ.-Prof. Dr. Kurt Niederkorn
    Rehabilitation Prim. Dr. Werner Wege
    Nachsorge Dr. Werner Schöllauf
    Daten Mag. Michel Haas
    Genderbeauftragte
    Ass.-Prof. Dr. Susanna Horner
     
    TeilnehmerInnen und Teilnehmer
     
    ProjektpartnerInnen:
     
    Rettungsorganisationen                          
    - Rotes Kreuz Steiermark
    Sanitätsdienste
    - Grünes Kreuz Steiermark
    - Arbeitersamariterbund Steiermark
     Neurologische Abteilungen mit Stroke Units
    - Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz
    - LKH Bruck an der Mur
    - LKH Judenburg-Knittelfeld
    - LKH Univ.-Klinikum Graz
     
     Abteilungen für Innere Medizin
    - LKH Hartberg
    - LKH Leoben
    - LKH Rottenmann
    - LKH Voitsberg
     
    Nachsorge Einrichtungen
    - Caritas Steiermark
    - Hilfswerk Steiermark
    - Rotes Kreuz Steiermark
    - Volkshilfe Steiermark
     
    Ngl. ÄrztInnen der Bezirke
     Bruck, Leoben, Mürzzuschlag
    - Allgemeinmedizin
    - Neurologie
     
     Apotheken und ngl. ÄrztInnen und ÄrztInnen für Innere Medizin
    der Bezirke Bruck, Leoben, Mürzzuschlag
    für die Informationsvermittlung an die Bevölkerung
     
    Rehabilitationseinrichtungen der  Steiermark
    • LKH Univ.-Klinikum Graz
    • LSF Landesnervenklinik Sigmund Freud
    • NTK Neurologisches Therapiezentrum  Kapfenberg
    • Privatklinik Lassnitzhöhe
    • Reha Klinik Judendorf-Straßengel
    • Reha Klinik Maria Theresia  Bad Radkersburg
    • SKA-RZ Gröbming
     
     
     
    Liste der teillnehmenden Einrichtungen 
    • Ärztekammer Steiermark
    • Ärztekammer Steiermark, Fachgruppe Neurologie
    • Fachbeirat Frauengesundheit des Beirats der Gesundheitsplattform Steiermark
    • Frauengesundheitszentrum
    • Joanneum Research
    • KAGes Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.
    • Koordinationsstelle für Notfall- und Katastrophenmedizin des Landes Steiermark
    • Landesverband Steiermark für Logopädie
    • Landesverband Steiermark für Physiotherapie 
    • Med. Uni Graz - Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie
    • Oberösterreichische Gebietskrankenkasse
    • Österreichische Gesellschaft für Neurologie
    • Österreichische Gesellschaft für Schlaganfallforschung
    • Österreichische Gesellschaft für Innere Medizin
    • Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband.
    • PatientInnen- und Pflegeombudsfrau Land Steiermark
    • Pensionsversicherungsanstalt
    • Steirische Akademie für Allgemeinmedizin
    • Sozialmedizinische Pflegedienste
    • SMZ Graz Liebenau
    • Verband steirische Altenpflege
     
    Projektbeschreibung
    Analyse der Ausgangssituation durch die VersorgungspartnerInnen
    Die Ausgangssituation des Versorgungsprozesses von SchlaganfallpatientInnen wurde mittels einer Datenanalyse der MBDS-Daten sowie in zahlreichen Workshops gemeinsam mit den VersorgungspartnerInnen analysiert.
    Es zeigten sich eine Reihe von Verbesserungspotentialen:
     
    Der/die SchlaganfallpatientIn im Mittelpunkt:
    Verbesserungspotentiale im Versorgungsprozess von SchlaganfallpatientInnen liegen vor allem an den Schnittstellen. Informationsverluste und getrennte Verantwortungsbereiche verhindern oft einen durchgängigen Behandlungsprozess vom Notfallmanagement bis zur Nachsorge. Die Integrierte Versorgung stellt jedoch den durchgängigen Versorgungsprozess eines/r SchlaganfallpatientIn in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
    Die Ziele und Maßnahmen des Projektes sowie der Projektansatz unterstützen diesen Leitgedanken. 
     
    Internationale Ziele in der europäischen Schlaganfallversorgung:
    • Bis zum Jahr 2015 Erfüllung der 5 Aspekte der Schlaganfallversorgung :
    Umsetzung des Stroke Unit Konzeptes
    • Akute SchlaganfallpatientInnen erhalten kontinuierliche Versorgung von der Akutphase über
      Rehabilitation bis zur Sekundärprävention unter optimierter Nutzung der Stroke Units

    Management der akuten Schlaganfallversorgung:
    • 85% aller SchlaganfallpatientInnen überleben die ersten drei Monate nach dem Akutereignis
    • 70% aller SchlaganfallpatientInnen sind nach drei Monaten selbstständig in den Aktivitäten des 
      täglichen Lebens
    • Alle SchlaganfallpatientInnen, die für spezielle Akuttherapie in Frage kommen, werden in jene 
      Krankenanstalten transferiert, die die entsprechenden technischen Ressourcen und medizinische 
      Expertise aufweisen

    Prävention:
    • Senkung der Mortalitätsrate
    • Reduktion der Risikofaktoren i.d. Bevölkerung (besonders Bluthochdruck und rauchen)
    • Alle PatientInnen nach TIA oder Primärschlaganfall weiterhin sekundärpräventiv versorgen

    Rehabilitation:
    • Über 70% aller SchlaganfallpatientInnen sind nach drei Monaten selbstständig in den
      Aktivitäten des täglichen Lebens

    Evaluation und Qualitätsmanagement:
    • Aufbau eines Systems zur laufenden Erfassung aller Daten zur Evaluierung der Qualität und
      PatientInnensicherheit sowie zur Messung dieser Ziele
     
     
    Projektziele nach Arbeitsgruppen
     
    Projektansatz
    Nach Jahren der Erfahrung im österreichischen Gesundheitswesen, bei denen eine Reihe von Projekten beobachtet werden konnte, die trotz großer Anstrengungen aller Beteiligten, keine nachhaltige Umsetzung erreicht haben, stellte sich die Frage wie ein Projekt aufgesetzt sein muss, um erfolgreich eine Veränderung im Verhalten zu erreichen und dieses nachhaltig sicherzustellen. Die Integrierte Versorgung Schlaganfall in der Steiermark stützt sich dabei auf drei Säulen:
     
    Maßnahmen im Projekt IVSt-Schlaganfall
    Im Zuge des Projektes IVSt-Schlaganfall wird eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Verbesserung der Zusammenarbeit an den Schnittstellen.
     
    Ein- und Ausschlusskriterien
    PatientInnen mit Verdacht auf
    • Hirninfarkt (I63.*)
    • Schlaganfall, der nicht als Blutung oder Infarkt bezeichnet ist (I64)
    • transitorische ischämische Attacke, kurz TIA (G45.*)
    • Subarachnoidalblutung (I60.*)
    • intrazerebrale Blutung (I61.*)
    • sonstige, nichttraumatische intrakranielle Blutung (I62.*)
     
    Information der Bevölkerung
    Besonders bei SchlaganfallpatientInnen ist rasches Reagieren und umgehender Notruf 144 durch Angehörige, die Bevölkerung oder ÄrztInnen entscheidend. Wir möchten durch Informationen in Foldern und auf Plakaten darauf aufmerksam machen.
     Folder Schlaganfall "Jede Minute zählt"
     Plakat Schlaganfall
     
     
    Notfallmanagement
    Nachdem durch Angehörige oder die Bevölkerung der Notruf getätigt wurde, ist es entscheidend, SchlaganfallpatientInnen anhand der Symptome zu erkennen und rasch den Transport in eine geeignete Krankenanstalt zu veranlassen. Innerhalb eines Zeitraums von drei Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome kann bei SchlaganfallpatientInnen eine Lyse durchgeführt werden (Auflösen des Blutgerinnsels im Hirn). Hier sind SanitäterInnen und NotärztInnen gefordert, PatientInnen mit Lysepotential zu erkennen.

    Tools: 

    Umsetzungshandbuch
    Ausführliche Informationen zum Projekt finden Sie im IVSt-Schlaganfall Handbuch. Dieses dient allen beteiligten PartnerInnen in der Schlaganfallversorgung als Nachschlagewerk und Hilfestellung. Enthalten sind detaillierte Beschreibungen zu Maßnahmen betreffend den gesamten Versorgungsprozess sowie Anmerkungen zu wichtigen Schlaganfall-Themen in Form von Exkursen.
     
     
    Diagnostik und Behandlung
    Nach Eintreffen der PatientInnen ist eine rasche Diagnosestellung sowie die Festlegung des weiteren Prozedere entscheidend. Kooperation und Konsultation zwischen Abteilungen für Innere Medizin und Neurologie/Neuro-Chirurgie soll gelebt werden, um für SchlaganfallpatientInnen die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen. Die Versorgung von SchlaganfallpatientInnen sollte dabei nach dem Standard der „European Stroke Organisation" (ESO-Standards) erfolgen und sich an Best Practice Beispielen orientieren.

    Informationen für MitarbeiterInnen in Schlaganfallversorgenden Pilot-Krankenanstalten
    Link: www.eso-stroke.org

    Tools:

    Schlaganfall Checkliste - PatientIn mit Lysepotential
    Diese Schlaganfall Checkliste - PatientIn mit Lysepotential dient einerseits dazu, PatientInnen mit Lysepotential rasch und sicher zu erkennen und andererseits SchlaganfallpatientInnen an die jeweils geeignete Abteilung zu transportieren. Sie wird bei einem Rettungstransport von PatientInnen mit Verdacht auf Schlaganfall von SanitäterInnen ausgefüllt und MitarbeiterInnen der Krankenanstalt übergeben.
    Sollte ein/e derartige PatientIn nicht von der Rettung transportiert worden sein, sondern z.B durch Angehörige, bitten wir die MitarbeiterInnen der Krankenanstalten, diese Checkliste zu Hilfe zu nehmen und auszufüllen.
    In jedem Fall ist auf der Rückseite der Schlaganfall Checkliste - PatientIn mit Lysepotential die Einschätzung von KrankenhausärztInnen über die korrekte Zuordnung zu den Triagekriterien (A/B/C) zu ergänzen.
    Die Checkliste begleitet den/die PatientIn bis in die letztversorgende Krankenanstalt, wird dort gesammelt und in regelmäßigen Abständen an die IVSt-Schlaganfall-Koordination, Mag. Gerhard Hofer, STGKK, Josef-Pongratz-Platz 1, 8010 Graz gesandt.

    Bogen „Rehabilitation nach Schlaganfall"
    Dieser Bogen dient der besseren Information der Reha-Einrichtungen. Bitte dokumentieren Sie mit diesem Bogen bei JEDEM/R PatientIn mit Schlaganfall den Reha-Bedarf bzw. das Reha-Potential oder das Fehlen dessen. Senden Sie diesen Bogen entweder mit dem Reha-Antrag an den zuständigen Versicherungsträger, welcher den Bogen an die zuständige Reha-Einrichtung weiterleiten wird oder senden Sie den Bogen bitte direkt an die jeweilige Reha-Einrichtung. Falls der/die SchlaganfallpatientIn keinen Reha-Bedarf oder kein Reha-Potential aufweist, sollte der Bogen ausgefüllt und in der Krankengeschichte abgelegt werden.

    Umsetzungshandbuch
    Ausführliche Informationen zum Projekt finden Sie im IVSt-Schlaganfall Handbuch. Dieses dient allen beteiligten PartnerInnen in der Schlaganfallversorgung als Nachschlagewerk und Hilfestellung. Enthalten sind detaillierte Beschreibungen zu Maßnahmen betreffend den gesamten Versorgungsprozess sowie Anmerkungen zu wichtigen Schlaganfall-Themen in Form von Exkursen.

    Online Dokumentation Krankenanstalten
    Wir ersuchen Sie, alle PatientInnen mit Hauptdiagnose „Schlaganfall" in der Online-Dokumentation unter www.integrierteversorgung.at zeitnahe einzugeben. Sollten Sie Dokumentationsbögen in Papierform verwenden, übertragen Sie diese bitte zeitnahe in die Bildschirmmasken der On-Line Dokumentation. Der Benutzername ist Ihnen zugesandt worden.
    Für PatientInnen der ICD10 Diagnosen I63.*, I64 und G45.* verwenden Sie bitte den Bogen „Hirninfarkt und TIA". Für PatientInnen der ICD10 Diagnosen I60.*, I61.*und I62.* verwenden Sie bitte den Bogen „ICH und SAB".

    Online-Dokumentation „ICH und SAB" Papierform
    Link: www.integrierteversorgung.at
     
     
    Rehabilitation
    Umgehende Frührehabilitation (Neuro Reha Phase B) und in weiterer Folge Rehabilitation (Neuro Reha Phase C) stellen sicher, dass SchlaganfallpatientInnen - abhängig vom Schweregrad Ihrer Erkrankung - wieder weitgehende Selbständigkeit erreichen können. Krankenanstalten und niedergelassene ÄrztInnen sind hier gefordert, eine Reha-Antragstellung rechtzeitig in die Wege zu leiten.

    Tools:

    Bogen „Rehabilitation nach Schlaganfall"
    Dieser Bogen wird für jede/n SchlaganfallpatientIn mit Reha-Potential an die zuständige Reha-Einrichtung übermittelt werden und soll Reha-Einrichtungen eine bessere Planung ermöglichen sowie Informationsverluste an der Schnittstelle Krankenhaus/Reha vermeiden.
    Krankenanstalten und ngl. ÄrztInnen sind angehalten, den Bogen zum Zeitpunkt der Reha-Antragstellung/-Anfrage direkt an Sie zu übermitteln oder gemeinsam mit dem Reha-Antrag an den zuständigen Versicherungsträger weiterzuleiten - der Bogen ergeht vom zuständigen Versicherungsträger in weiterer Folge direkt an die zuständige Reha-Einrichtung.


    Umsetzungshandbuch
    Ausführliche Informationen zum Projekt finden Sie im IVSt-Schlaganfall Handbuch. Dieses dient allen beteiligten PartnerInnen in der Schlaganfallversorgung als Nachschlagewerk und Hilfestellung. Enthalten sind detaillierte Beschreibungen zu Maßnahmen betreffend den gesamten Versorgungsprozess sowie Anmerkungen zu wichtigen Schlaganfall-Themen in Form von Exkursen.

    Online Dokumentation Reha-Einrichtungen
    Wir ersuchen Sie, alle PatientInnen mit Hauptdiagnose „Schlaganfall", die Ihnen durch die Pilot-Krankenanstalten zugewiesen wurden, in der Online-Dokumentation unter www.integrierteversorgung.at zeitnahe einzugeben. Der Benutzername ist Ihnen zugesandt worden. Das Passwort bitten wir Sie nach erstmaligem Einstieg zu ändern.
     
     
    Nachsorge
    Evidenzbasierte Nachsorge und Sekundärprävention durch niedergelassene AllgemeinmedizinerInnen und NeurologInnen stellen die Behandlung und Betreuung von SchlaganfallpatientInnen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus oder der Rehabilitation sicher.

    Tools:

    Bogen „Rehabilitation nach Schlaganfall"
    Dieser Bogen ermöglicht Reha-Einrichtungen eine bessere Planung und verringert Informationsverluste an den Schnittstellen. Falls ngl. ÄrztInnen für SchlaganfallpatientInnen einen Neuro-Rehabilitationsantrag stellen wollen, ersuchen wir sie, ebenfalls den Bogen zu verwenden.
    Niedergelassene ÄrztInnen können diesen Bogen zur Prüfung einer Reha-Indikation verwenden, wenn SchlaganfallpatientInnen aus dem Krankenhaus direkt nach Hause entlassen werden oder in einem Pflegeheim versorgt werden und ein Reh-Potential besteht.
    Erfolgt eine Reha-Antragstellung, senden Sie bitte den Bogen „Rehabilitation nach Schlaganfall" gemeinsam mit dem Reha-Antrag an die zuständige Versicherung. Diese sorgt für die Weiterleitung der Information an die zuständige Reha-Einrichtung.

    Umsetzungshandbuch
    Ausführliche Informationen zum Projekt finden Sie im IVSt-Schlaganfall Handbuch. Dieses dient allen beteiligten PartnerInnen in der Schlaganfallversorgung als Nachschlagewerk und Hilfestellung. Enthalten sind detaillierte Beschreibungen zu Maßnahmen betreffend den gesamten Versorgungsprozess sowie Anmerkungen zu wichtigen Schlaganfall-Themen in Form von Exkursen.
     
     
    IVSt-Schlaganfall-Koordination
    Damit nachhaltig die bestmögliche Schlaganfallversorgung für alle SteirerInnen sichergestellt ist, sorgt die Schlaganfall-Koordination für die kontinuierlichen Verbesserungen im Versorgungsprozess. Die Schlaganfall-Koordination ist primärer Ansprechpartner bei Fragen und Anregungen zur Integrierten Versorgung Schlaganfall. Neben Datenauswertungen zur Qualität der Versorgung und deren Rückmeldung an die PilotteilnehmerInnen steht die Schlaganfall-Koordination regelmäßig in direktem Kontakt mit den unterschiedlichen am Versorgungsprozess beteiligten Personen.
     

    Aktuelle Information
    Mit 1. Juli 2008 ist der Pilotbetrieb gestartet.
    Im September 2008 startet parallel eine Evaluierung durch Joanneum Research.

    Vorstellung der Rehabilitations-Einrichtungen
    Im Zuge des Pilotbetriebs erhält jede Reha-Einrichtung die Möglichkeit sich den Pilot-Krankenanstalten und anderen Reha-Einrichtungen der Steiermark vorzustellen. Am 3. Juli konnte die Klinik Maria Theresia-Reha Radkersburg diese Chance nutzen.

    Information für die PilotpartnerInnen:
    Bitte teilen Sie der Schlaganfall-Koordination Ihre Anregungen und Verbesserungsvorschläge im Pilotbetrieb. Sie steht auch für Fragen zur Verfügung und gibt Hilfestellung bei Problemen.
     
     
    Kontaktadressen

    IVSt-Schlaganfall Koordination
    Mag. Gerhard Hofer
    Schlaganfallkoordinator
    Administrative und organisatorische Themen
    Tel: 0316/8035-1877 E-Mail: gerhard.hofer@stgkk.at

    Dr. Astrid Knopp
    Medizinische Expertise, MPH
    Tel: 0316/8035-5811 E-Mail: astrid.knopp@stgkk.at

    Gesundheitsplattform Steiermark
    Dr. Johannes Koinig
    Medizinischer Referent Fachabteilung 8A
    Tel: 0316/877-5547 E-Mail: johannes.koinig@stmk.gv.at

    GeniaConsult
    Mag. Michel Haas
    Externer Projektleiter
    Tel: 0664/133 79 66 E-Mail: haas@geniaconsult.at
     
     

    Allgemeine Links


    Online-Dokumentation für Krankenanstalten und Reha-Einrichtungen
    www.integrierteversorgung.at

    Schlaganfallspezifische Leitlinien, Standards bzw. Richtlinien
    Europäische Schlaganfall-Organisation - www.eso-stroke.org

    Leitlinien der deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) - www.dgn.org

    Schlaganfallspezifische Fachgesellschaften
    Österreichische Gesellschaft für Neurologie - www.oegn.at

    Österreichische Gesellschaft für Schlaganfall-Forschung - www.schlaganfall-info.at

    Österreichische Gesellschaft für Neurorehabilitation - www.neuroreha.at

    Österreichische Gesellschaft für physikalische Medizin und Rehabilitation - www.oegpmr.at

    Websites zu Schlaganfall:

    Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlaganfallregister -
    http://epi.klinikum.uni-muenster.de

    Deutsche Schlaganfallgesellschaft - www.dsg-info.de

    Deutsche Schlaganfallhilfe - www.schlaganfall-hilfe.de

    Integrierte Versorgung Schlaganfall in OÖ - www.ooegkk.at

    Interessante Links:

    Sozialserver Steiermark (Infos zur Nachsorge) - www.soziales.steiermark.at

    Angebot der Reha-Einrichtungen - http://rehakompass.oebig.at/

    ProjektansprechpartnerInnen:
    Steiermärkische Gebietskrankenkasse - www.stgkk.at

    Land Steiermark - www.steiermark.at

    GeniaConsult - www.geniaconsult.at


    Schlaganfall Checkliste - PatientIn mit Lysepotential
    Diese Schlaganfall Checkliste - PatientIn mit Lysepotential dient einerseits dazu, PatientInnen mit Lysepotential rasch und sicher zu erkennen und andererseits SchlaganfallpatientInnen an die jeweils geeignete Abteilung zu transportieren. Sie wird bei einem Rettungstransport von PatientInnen mit Verdacht auf Schlaganfall von SanitäterInnen und - wenn vor Ort - ÄrztInnen ausgefüllt.
    Unter zu Hilfenahme der Triagekriterien für die PatientInnengruppe A, B oder C (siehe Rückseite der Schlaganfall Checkliste - PatientIn mit Lysepotential) wird die jeweils geeignete Krankenanstalt (Abteilung für Neurologie/Stroke Unit oder Innere Medizin) ausgewählt.
    Die Checkliste begleitet den/die PatientIn bis in die letztversorgende Krankenanstalt, wird dort gesammelt und an die IVSt-Schlaganfall Koordination gesandt.